Low Carb

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Was ist Low Carb?

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„Low Carb“ – Dieser Begriff ist heutzutage in aller Munde. Ob Models, Schauspieler oder Musiker – Viele Stars und Sternchen schwören auf die Effektivität der Low Carb Diät, wenn vor wichtigen Drehaufnahmen, Fotoshootings oder Auftritten noch ein paar überschüssige Pfunde runter müssen. Doch Low Carb eignet sich nicht nur zum schnellen Abnehmen, sondern ist auch für eine langfristige Ernährungsumstellung geeignet.

Mittlerweile hat sich Low Carb zu einem Lebensgefühl entwickelt. Es ist „schick“ geworden, sich Low Carb zu ernähren und mit dieser Ernährungsform auf seine Linie zu achten. Doch was ist Low Carb eigentlich?

Was ist Low Carb?

Wörtlich übersetzt bedeutet Low Carb nichts anderes, als wenig (engl. = low) Kohlenhydrate (engl. = carbohydrates; kurz: carbs). Low Carb bedeutet also nichts anderes, als eine Reduzierung der Kohlenhydratzufuhr.

Dabei stellt der Begriff „Low Carb“ für sich alleine gestellt noch keine spezielle Diät dar, sondern ist der Rahmenbegriff für alle Diäten, bei denen der Anteil der Kohlenhydrate an der Nahrung reduziert wird. Es gibt zahlreiche Low Carb Diäten, die alle auf eine reduzierte Kohlenhydratzufuhr setzen. Die Menge der erlaubten Kohlenhydrate am Tag kann dabei – je nach Diätform – durchaus variieren und ist nicht einheitlich geregelt.

Doch eines haben alle Low Carb Diäten gemeinsam: Sie alle setzen auf weniger Kohlenhydrate in der Nahrung! Doch hier gibt es Unterschiede in der erlaubten Menge. So sind beispielsweise bei der Atkins Diät so gut wie keine Kohlenhydrate erlaubt, andere Low Carb Diäten, wie die New York Diät (von David Kirsch), die South Beach Diät, Logi-Diät oder Montignac-Diät, erlauben wieder begrenzte Mengen an Kohlenhydraten.

Einige Diäten, wie die Glyx-Diät, South Beach Diät, Logi-Diät und Montignac-Diät basieren neben der Reduzierung von Kohlenhydraten auch auf dem Glykämischen Index (kurz: GI). Dieser Index gibt an, wie stark der Verzehr eines Lebensmittels den Blutzucker erhöht. So hat Traubenzucker einen GI von 100 und führt zu einem sehr schnellen Anstieg des Blutzuckers. Lebensmittel mit einem niedrigen GI werden bei diesen Diäten bevorzugt, da sie zu einer geringeren Insulinausschüttung führen, welche wiederum die Fettverbrennung hemmt. Starke Schwnakungen des Blutzuckers können zudem zu Heißhunger führen.

Bei allen Low Carb Diäten werden kohlenhydratreiche Lebensmittel, wie Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln und Zucker werden vermieden. Statt dessen kann man sich an eiweißreichen Lebensmitteln, wie Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten satt essen.

Bei Obst und Gemüse gibt es ebenfalls Unterschiede. Obst enthält Fruchtzucker und damit ebenfalls Kohlenhydrate. Dennoch ist der Verzehr von Obst bei den meisten Low Carb Diäten erlaubt, wenn auch nur in geringen Mengen. Gemüse ist frei von Fruchtzucker und damit meist auch kalorienärmer, als Obst. Dennoch enthält auch Gemüse Kohlenhydrate, sodass auch hier die zulässige Menge der jeweiligen Low Carb Diät eingehalten werden muss. Besondere Vorsicht ist bei stärkehaltigen Gemüsesorten, wie Mais, Linsen, Erbsen oder Bohnen geboten, da diese viele Kohlenhydrate enthalten.

Wie wirkt Low Carb?

Warum ist Low Carb so beliebt? Weil eine Low Carb Ernährung tatsächlich wirkt. Meistens ist ein gewünschter Gewichtsverlust der Grund, warum Menschen ihre Kohlenhydratzufuhr reduzieren. Denn mit Low Carb kann man schnell und gesund abnehmen. Da Abnehmen aber nicht alles ist, sondern die Herausforderung im Halten des Gewichts liegt, wird Low Carb gerne und oft auch als langfristige Ernährungsweise beibehalten.

Doch wie wirkt Low Carb genau? Und warum kann man abnehmen und schlank bleiben, wenn man die Kohlenhydrate reduziert?

Um abzunehmen, muss man dem Körper die Möglichkeit geben, auf die Fettzellen zuzugreifen. Durch eine kohlenhydratreiche Ernährung bewirkt man jedoch genau das Gegenteil, denn Kohlenhydrate werden im Körper in Glucose (Einfachzucker) umgewandelt. Damit die Nährstoffe zur Energiegewinnung in die Körperzellen geschleust werden können, schüttet der Körper Insulin aus.

Insulin aber hemmt den Fettabbau und hindert den Körper daran, die Energie aus den ungeliebten Fettzellen zu beziehen. Wird nun der Anteil der Kohlenhydrate deutlich reduziert, stellt der Körper seinen Stoffwechsel auf „Fettverwertung“ um. Als Glucoseersatz werden in der Leber körpereigene Energieträger, sog. „Ketonkörper“ gebildet, die den Körperzellen als alternative Energielieferanten dienen.

Führt man dem Körper also nicht ausreichend Kohlenhydrate über die Nahrung zu, ist er gezwungen, die eigenen Fettreserven als Energielieferant zu nutzen. Anstelle von Insulin, welches bei Überzuckerung zu einer Gewichtszunahme führt, wird nun der Gegenspieler des Insulins – das Hormon Glycagon – ausgeschüttet. Glycagon ist wichtig für den Fettstoffwechsel und ermöglicht, dass Energiespeicher, wie Glykogen, aber auch Fett, angezapft werden können. Die Folge: Fett wird abgebaut, man nimmt ab.

Besonders effektiv ist der Verzicht auf Kohlenhydrate am Abend, da der Körper so die notwendige Energie für die nächtlichen Regenerationsprozesse aus den Fettreserven zehren kann. „Schlank im Schlaf“ funktioniert daher wirklich. Im Gegensatz dazu führt eine kohlenhydrat- und zuckerreiche Ernährung zu einem vermehrten Ausstoß von Insulin. Da die Körperzellen aber nur eine begrenzte Menge an Nährstoffen im Blut aufnehmen können, wandern die überschüssigen Nährstoffe im Blut ins Fettgewebe, bzw. auf die Hüften.

Mit Low Carb kann man diesem unerwünschten Effekt entgegenwirken. Denn durch die geringe Aufnahme von kohlenhydratreichen Lebensmitteln, aktiviert man den Fettstoffwechsel, nimmt ab und beugt einer Gewichtszunahme vor. Low Carb Diäten, die zudem noch auf den glykämischen Index eines Lebensmittels achten, haben den zusätzlichen Vorteil, dass der Insulinspiegel relativ konstant bleibt und  Heißhungerattacken vermieden werden.

Doch Low Carb wäre nicht so beliebt, wenn es mit Hungerkuren und Verzicht verbunden wäre. Sicherlich gibt es einige radikale Low Carb Diäten. Jedoch geht die Reduzierung von Kohlenhydraten nicht gleichzeitig mit einem Hungergefühl einher. Denn gerade eiweißreiche Lebensmittel und ballaststoffreiches Gemüse sorgen für einen hohen Sättigungseffekt. Da der Blutzuckerspiegel durch wenig Weißmehl und Zucker sehr stabil gehalten wird, kommen so gut wie keine Heißhungerattacken auf.

Auch die Durchführung einer Low Carb Diät ist denkbar einfach. Anstatt bei jeder Mahlzeit Lebensmittel abzuwiegen oder Kalorien zählen zu müssen, hält man sich einfach an einige Grundregeln. Diese betreffen i.d.R. kohlenhydratreiche Lebensmittel, welche entweder komplett verboten oder mengenmäßig eingeschränkt werden. Ansonsten kann man nach Lust und Laune genießen und dabei noch abnehmen!

Autor: Alicia

Hier bloggt Alicia, 26, aus Hamburg über Wissenswertes rund um das Thema Low Carb, Diät, Ernährung, Rezepte & Co.

Ein Kommentar

  1. Hallo,

    ich finde immer zu erwähnen das eine „gesunde“ Low Carb Ernährung immer als Basis das Gemüse haben muss. (So wie unsere eigentliche Nahrung auch 😉 )

    Mir wird viel zu oft darüber gesprochen… mehr Eiweiß… weniger Kohlenhydrate…. Die Basis einer guten und langfristig zu praktizierenden Low Carb Ernährung ist das Gemüse!!!

    Beste Grüße und bis bald – Paul

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